Nichtraucher

Und plötzlich war es ganz einfach….

 

 

Lange habe ich mir Gedanken gemacht ob ich es möchte auch persönliche Dinge zu bloggen. Und ich bin überzeugt dass es in Ordnung ist, und vielleicht kann ich für den ein oder Anderen eine Inspiration sein, und durch meine Erfahrungen ermutigen. In diesem Beitrag geht es um Erkenntnis, um Selbstliebe und Verbindung zu deinem Körper. Das Entwickeln von Feinfühligkeit, und der Bereitschaft für Veränderung im Leben. Das Rauchen habe ich mit 16 Jahren begonnen, „ich will es nur mal ausprobieren“, habe ich mir immer wieder gedacht. Ich rauchte einige Jahre mal mehr mal weniger. Ich habe mir damals nie Gedanken darüber gemacht, was ich damit meinem Körper zumute, welchen gesundheitlichen Gefahren ich mich selbst aussetzte.

Das unangenehme Gefühl verantwortungslos mit mir umzugehen wurde deutlich stärker als ich mich entschlossen habe die Ausbildung zur Yoga Lehrerin zu beginnen. Diese Ausbildung hat meine Yoga Praxis nochmals vertieft, neue Türen haben sich geöffnet, ich bin immer mehr in die Yoga Philosophie eingetaucht, mich intensiv damit beschäftigt. Der achtgliedrige Pfad des Patanjali hat mich erkennen lassen wie wertvoll es ist auf die Reise zu sich selbst aufzubrechen.

Patanjali: Der achtgliedrige Pfad des Yoga

1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt

2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst

3. Ãsanas – der Umgang mit dem Körper

4. Prãnãyãma – der Umgang mit dem Atem

5. Pratayãhãra – der Rückzug der Sinne

6. Dhãranã – Konzentration

7. Dhyãna – Meditation

8. Samãdhi – das Höchste: die innere Freiheit

 

Niyamas- der Umgang mit sich selbst, für mich in der damaligen Situation der Entscheidenste Punkt. Ich konnte mich durch die intensive Auseinanadersetzung nicht mehr davor „drücken“ etwas in meinem Leben zu ändern, bei jeder Zigarette fühlte ich mich schuldig, mir wurde sogar richtig schlecht, nicht nur von den Toxinen sondern auch durch mein Gewissen! Your body, is your temple-

Regelmäßige Yoga Praxis verleiht dir ein tiefes Feingespür und Bewusstheit verbreitet sich in deinem Körper und vor allem in deinem Geist, dein Körper übernimmt das Ruder, er entscheidet plötzlich was gut für dich ist und was nicht. Bitte fragt mich nicht wie das genau geschieht, für mich ist es immer noch eine Erfahrung aus beharrlichem Üben (Abhyâsa) und tiefer Hingabe zur Yoga Praxis. Im Zusammenhang zu Patanjalis 4. Glied des Pfades Pranayama- der Umgang mit dem Atem kam Licht ins Dunkel, plötzlich war es ganz einfach! Meine beiden Lehrer haben diesen Pfad Patanjalis in ihrer Ausbildung fest integriert, dementsprechend haben wir uns ausführlich mit Pranajama beschäftigt. Prana=Lebensenergie,  Ajama=kontrollieren/erweitern, also die bewusste Atmung, die Lenkung der Lebensenergie. Die Regulierung und Vertiefung des Atems.

 

Der Atem- Das Leben

Hast du dir schon mal Gedanken über deinen Atem gemacht? Ihn aktiv beobachtet?

Unser Leben beginnt mit einer tiefen Einatmung, und unser Leben endet mit einer Ausatmung. Er ist unser Motor, unser Antrieb, er ist einfach immer da, auch wenn wir tief schlafen, ist es nicht ein Wunder?! Und doch schenken wir ihm zu wenig Beachtung, er ist etwas ganz Selbstverständliches für uns. Doch ist es nicht schön, sich dankbar zu zeigen ihn zu beobachten ihn bewusst in unserm Körper wahrzunehmen. Der Atem ist soviel, er gibt uns deutliche Zeichen, wenn wir uns erschrecken, wenn wir aufgeregt sind, wenn wir uns entspannen atmen wir tief aus und seufzen erleichtert. Er kann uns beruihgen wenn wir gelernt haben ihn gleichmäßig zu vertiefen, uns im Körper auszubreiten wenn wir uns zum Beispiel ausstrecken und dabei gähnen. Mit etwas Übung (Pranajama) ist es möglich den Atem im Körper zu lenken, durch tiefes Ausatmen lernen wir loszulassen.

Der Atem beeinflusst unseren Geisteszustand enorm. Wenn wir wütend sind, atmen wir schneller der Atem stockt und wir fühlen uns nicht gut, wenn wir entspannt sind fließt der Atem deutlich ruigher und gleichmäßig. Das zeigt das der Atem nicht nur mit unserem Körper sondern auch mit unserem Geist verbunden ist.

 

Positiven Auswirkungen

Was sich als Erstes bemerkbar machte, war der Geschmackssinn. Ich habe das Essen anders wahrgenommen, konnte plötzlich auch viel besser riechen. Meine Lieblingsgerichte habe ich noch mal ganz Besonders kennen gelernt. Es gibt eine ganze Liste von den positiven Beobachtungen. Du riechst selbst nicht mehr nach dem beissenden Geruch, deine Kleidung bleibt länger frisch. Denn bereits nach den ersten 2-3 Wochen des Nichtraucherdaseins bemekst du erst wie unangenehm der Qualm überhaupt ist! Plötzlich bist du stolz, die ersten 3 Wochen „geschafft“ zu haben, und dieses Gefühl ist so kostbar und wichtig für die nächsten Wochen. Es motiviert dich und du fängst an es deinen Freunden zu erzählen, und auch da bekommst du positives Feedback, das tut gut, und die nächsten Wochen vergehen. Dein Atem bei den Pranayama Übungen wird tiefer, vollständiger, und du spürst es auch an deiner Ausdauer. Es fühlt sich frei an. Es macht dir nichts mehr aus, am Wochenende im Biergarten zu entspannen und KEINE zu rauchen, ganz im Gegenteil, in deinem tiefsten Inneren bist du happy und losgelöst.

Deine Lunge regeneriert sich nach ca. 3-6 Monaten, deine Durchblutung wird nicht mehr gestört, das Risiko von Herzkrankheiten und Krebserkrankungen sind geringer, dein ganzer Körper wird es dir danken! Du kannst es, ich glaub an Dich!

 

Yoga Therapie kann dich unterstützen

In den individuell gestalteten Yoga Therapie Stunden, bekommst du die Unterstützung die du brauchst.

Du lernst spezielle Körperübungen und vor allem Pranayama (Atemtechniken), die du als Handout mit nach Hause bekommst, um dort in Ruhe für dich täglich 10-15 Minuten zu üben. Dabei ist eine gesunde Selbstdisziplin notwendig! Nur so kommst du an dein Ziel. Bereits nach einer Woche spürst du schon eine Veränderung. Denn du machst das für dich, für deine Gesundheit, für deinen Körper, für dein Leben. Das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl.

Nach 1-2 Wochen findet die nächste Stunde statt. Du erzählst, wie es dir mit den speziellen Übungen ergangen ist, was dir besonders gut getan hat und dein Programm wird nochmal neu angepasst oder erweitert. Durch aktive Kommunikation zwischen Yoga Therapeut und Klient wird die Therapie zu etwas Heilsamen. Deine natürlichen Ressourcen im Körper werden durch dein eigenes Handeln gestärkt und ans Licht geholt.

 

Bei meinen Pranajama Übungen wurde mir mein Atem heilig-

Durch das bewusste Atmen wurde mir klar, ich möchte meinen Atem gesund erhalten. Ich hatte dabei auch ein Bild vor meinem inneren Auge, dass ich gerne teilen möchte. Ich stellte mir meinen Körper durchsichtig vor, meine Lungen meine inneren Organe, und wie Rauch meine Lungen füllte. Das hat mir genügt, um eine tiefe Entscheidung treffen zu können, eigentlich war die Entscheidung schon getroffen- und ich bin überzeugt, dass es Jeder Mensch mit Hilfe von Yoga und vor allem Pranajama schaffen kann, das Rauchen loszulassen, mit jeder bewussten EIN und AUSATMUNG-

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